Traumasensitives Yoga

Traumasensitives Yoga (TSY) ist ein praktisch erprobter und theoretisch reflektierter Ansatz, basierend auf den Quellen des Yoga, der unmittelbar auf das autonome Nervensystem einwirkt. Traumatisierte Menschen erleben sich häufig von sich selbst und der Umwelt abgeschnitten.

 

Durch das Praktizieren eines wahrnehmungsorientierten und achtsamen traumasensiblen Yoga wird der Teil des Autonomen Nervensystems angeregt (ventraler Vagusnerv), der Verbindung, Ruhe und soziale Interaktion ermöglicht. Alle Körper-, Atem- und Meditationsübungen sind darauf ausgerichtet, die Spürfähigkeit zurückzuerlangen und zu erweitern sowie eine bewusste Präsenz herzustellen.

 

Wenn ein Mensch traumatische Erfahrungen gemacht hat, kann es eine grosse Herausforderung darstellen, im Körper zu „bleiben", da überwältigende Erinnerungen unkontrollierbare Körperreaktionen auslösen. 

Diese können so beängstigend sein, so dass er sich von Ihrem körperlichen Erleben abspalten, das heisst, dass sich ein Gefühl der Taubheit oder Nichtexistenz von Körperteilen, ganzen Körperregionen oder des gesamten Körpers einstellt. Es empfiehlt sich daher, die Annäherung an Körperempfindungen auf sanfte Weise zu gestalten.  

 

Traumasensitives Yoga - TSY® - ist eine therapeutische Methode, die Haltungen (Asanas) und Atemkontrolle (Pranayama) aus dem Yoga nutzt. Das achtsame Wahrnehmen körperlicher Empfindungen unterstützt Sie dabei , emotionale und körperliche Reaktionen beobachten zu können, ohne von ihnen überschwemmt und überwältigt zu werden. TSY® funktioniert, weil wir über den Körper Gefühle, Empfindungen und Gedanken verändern können.

Als Betroffene(r):
  • erfahre ich, wie ich mir selbst in schwierigen Situationen helfen kann
  • fange ich an, mich endlich wieder zu spüren und lebendiger zu werden
  • und kann wieder mehr am Leben um mich herum teilnehmen

Quelle: Dagmar Härle, Basel  https://www.trauma-institut.eu/